Café Kroppenberg – Tradition in der 4. Generation!

Das Team im Café Kroppenberg – August 2022 – Fotos Helga Niekammer

                     Café Kroppenberg – Eichelstraße  – Familienunternehmen besteht in der vierten Generation

Wenn gelbe Sonnenschirme im hellen Sonnenlicht erstrahlen,  der Geruch von Sommerblumen sich mit dem aromatischen Duft aus der Backstube der Konditorei vereint, es im Terrassen-Garten aussieht wie im Blumen-Paradies, dann ist der Moment da, wo es gelingen kann, Alltagsstress zu vergessen. Diese Oase der Ruhe findet man in Bensberg im Garten des historischen Fachwerkhauses Café Kroppenberg in der Eichelstraße 13 bis 15. Das heimelige Fachwerkhaus, wird immer fachgerecht mit viel Liebe renoviert. Es ist seit mehr als 300 Jahre im Familienbesitz der Familie Allexi, dem Elternhaus von Angela Kroppenberg.

Das Familienunternehmen besteht in der vierten Generation 2022 seit 95 Jahren.  Gegründet hat das Unternehmen im Jahr 1927 der Großvater Heinrich Kroppenberg, der auch das Haus Hummelsbroich eröffnete. Leider fiel Haus Hummelsbroich in den siebziger Jahren der direkt am Garten vorbeigeführten Autobahn und der Bundesanstalt für Straßenwesen zum Opfer. So ging zwar das „Paradies im Tannenwald“ für immer verloren, nicht jedoch die bekannten Köstlichkeiten für den Gaumen:

Konditormeister Kroppenberg: „Wir produzieren alle Konditoreiwaren selbst an Ort und Stelle, verarbeiten möglichst hiesige Produkte, insbesondere Früchte aus der Region. Bei uns landen keine Lebensmittel im Müll. Das erreichen wir durch verantwortungsvolles Planen. Wir finden es nicht selbstverständlich, von allem im Überfluss zu haben. Wir beschäftigen treue Mitarbeiter, auch noch dann, wenn sie älter  werden und ihre jugendliche Leichtigkeit durch Erfahrung und Besonnenheit ersetzt haben.“

Konditormeisterin Maria Kroppenberg: „Es ist uns sehr wichtig, junge Menschen im Handwerk auszubilden, Arbeitsplätze zu schaffen. Alte Konditoreitraditionen, auch die Fertigung von Pralinen, Schokoladen, Hochzeitstorten, oder von Eis werden von uns gepflegt und an die Lehrlinge weitergegeben. Wir lassen Träume mit Hochzeits- und Festtagstorten wahr werden. Wir nehmen uns für jede Torte die Zeit, die man braucht, um ein Kunstwerk zu schaffen. Wir servieren die „Bergische Kaffeetafel“ in ihrer traditionellen Zusammenstellung.“

Wer es sich im historischen Café gemütlich macht, nahe der Theke mit den verführerischen Torten, einen Cappuccino genießt, der erfährt oftmals, was in Bensberg so Thema ist. Hier in der kleinen Info-Zentrale tauscht man sich aus. Die Damen im Service kennen viele der Kunden persönlich und freuen sich über ein nettes Gespräch. Um die Mittagszeit erobern die Schulkinder die Verkaufstheke, haben die historisch anmutenden, gestapelten Boxen im Blick. Diese sind gefüllt mit süßen Köstlichkeiten – Nummer 1 bis 10 – stehen zur Wahl. Lakritz, Weingummi – gibt es für wenige Cent. 10 Teile für 50 Cent. Genau: Geduld ist gefragt, bis der kleine Kunde gewählt hat und mit seinem Tütchen fröhlich entschwindet. Irgendwie wird bei diesem Trubel die Erinnerung an die eigene Kindheit wach. An die Zeiten, als nicht alles verpackt in Regalen lag. „Diesen Service bieten wir gern“, so die einstimmige Meinung des Service-Teams. Es ist lustig, zu sehen, wie hier die „Wahl zur Qual werden kann“, genau wie an der Kuchentheke wo sich die Erwachsenen – oftmals schwer – entscheiden können, welchen Genuss sie auswählen.

Zur Unternehmens-Chronik:

Das Baumcafé und die Bäckerei der Familie Allexi im traditionsreichen Haus an der Bensberger Eichelstraße – unter der Führung von Konditormeister Willy Allexi  – war / und ist eine erste Adresse für hervorragende, Handwerksqualität. Später wurde die Bäckerei vom Sohn Karl-Heinz weitergeführt.

Im Jahre 1955 eröffneten die Brüder Heinrich und Willy Kroppenberg in der Bensberger Innenstadt ein weiteres Geschäft als reine Konditorei mit einem gemütlichen Café, zuerst unter dem Namen Burg-Café. 1977 übernahm Sohn Hermann mit seiner Frau Angela den Betrieb in der Bensberger City, der 1997 aufgegeben wurde, als alle Geschäftsbereiche auf die Eichelstraße konzentriert wurden.

Mitten im Wald, an der Brüderstraße, lag einst das „Waldcafé Haus Hummelsbroich und war 50 Jahre unter der Führung der fünf Geschwister Kroppenberg weit über den Kölner Raum hinaus ein Begriff für solide Qualität und gepflegte Gastlichkeit. Nach mehrmaliger Erweiterung fanden drinnen über 200 Gäste, draußen 600 Gästen Platz zum Kaffeetrinken. Man aß dort Bauernblatz mit Schwarzbrot, Butter und Marmelade mit vier Tassen Kaffee, zusammen für 90 Pfennig. Das Schwarzbrot stammte aus der Bäckerei Allexi in Bensberg. Es wurde oft von einem sympathischen, hübschen, netten, jungen Bäckersmädchen gebracht! So begann mehr als eine lange Geschäftsverbindung, die sich später auf besondere Weise vollenden sollte. Der Name „Hummelsbroich“ lässt nicht auf Hummeln sondern auf Himbeeren schließen, die dort auf trockengelegtem Gelände (Bruch oder Broich) wuchsen. 1385 findet sich der Name zum erstmals in Urkunden. Nach der Verlegung des Betriebes aus der verkehrsmäßig ungünstigen Fußgängerzone in das Traditionshaus der Familie Allexi an der Eichelstraße, das seit über 300 Jahren im Familienbesitz ist, wird unter der historischen Wetterfahne aus dem Jahre 1719 zusammen mit den Mitarbeitern die Tradition der man sich verpflichtet fühlen, bereits in vierter Generation fortgeführt.

Café Kroppenberg

Eichelstraße 13 – 15

51429 Bergisch Gladbach (Bensberg)

Telefon 02204 – 9 49 30

Collage/Fotos/Beitrag  Helga Niekammer

Author: Helga Niekammer

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